Überforderter Schiedsrichter ändert an VfB-Sieg nichts

Geschrieben von Matthias Schwarzbach am 12.11.17 um 21:24 Uhr • Artikel lesen

1.FC Rodewisch - VfB Auerbach II 1:4 (1:2)

 

Die Bedingungen auf dem Rodewischer Hartplatz waren selbst für ein Vogtlandligaspiel grenzwertig. Regen und Schnee machten den Platz teils zur Rutschbahn. Beide Mannschaften hatten sich das Ziel gestellt mit einem Sieg wieder den Anschluss an das Mittelfeld zu gewinnen. Für Auerbach begann die Partie recht unglücklich. Rodewisch nutzte ein Überzahlspiel und ging 1:0 in Führung. Der VfB ließ sich gegenüber anderen Spielen davon wenig beeindrucken und spielte konsequent nach vorn. Rotthoff war es dann, der sich auf links durch setzte und ins lange Eck einschoss. Auerbach bestimmte danach weitestgehend das Spiel. Nach einer guten halben Stunde setzte sich Röder über rechts durch und schoss fast von der Grundlinie in Richtung Torwart. Der abprallende Ball landete zur Auerbacher Führung im Netz. Torschütze Röder sah kurz darauf Gelb-Rot. So ging es in Unterzahl für Auerbach in die Kabine. Die zweite Hälfte sollte dann schön, hektisch und für Auerbach mit weiterer Unterzahl eine Fortsetzung finden. 

 

Von Rodewisch kam an diesem Tag nicht viel außer eine Portion Frust über die eigene Leistung.  Der VfB beherrschte trotz Unterzahl weiterhin das Spiel und erarbeitete sich gute Chancen. Rotthoff und Bettsack waren unter Einbeziehung weiterer Spieler stets gefährlich. Chris Müller bot im Mittelfeld bis zu seiner Auswechslung eine starke Partie. Kilian Müller gab der Mannschaft Sicherheit und Stabilität und erzielte zwanzig Minuten vor Schluss mit einem schönen Schlenzer das verdiente 3:1 für den VfB. Kurz danach führte eine scharfe Eingabe von Philipp Bettsack zu einem Rodewischer Eigentor und zum 4:1. Dies war die endgültige Entscheidung, da von Rodewisch nichts mehr kam und Auerbach weitere Chancen hatte. Dann griff erstmal wieder der Schiedsrichter ein, in einem Spiel was praktisch entschieden war. Ricardo Förster geriet in einen Zweikampf, bei dem beide Spieler liegen blieben und der Auerbacher Gelb-Rot bekam. Jetzt spielte Auerbach gleich mit zwei Mann weniger und trotzdem überlegen und weiter offensiv.

 

Frust der Gastgeber und eine Rudelbildung führten noch zu einer roten Karte für Andre Herold. Diese drei Platzverweise entspannen die personelle Situation des VfB keineswegs, sondern verschärfen sie für die folgenden Aufgaben. Ein völlig übertriebenes Kartenfestival in einem relativ harmlosen Spiel. Auerbach gewinnt drei wichtige Punkte durch Kampfgeist, Einsatzbereitschaft und einer insgesamt stark verbesserten Leistung.

 

Statistik:

Tore: 1:0 Zeitler (10.), 1:1 Rotthoff (15.), 1:2 Röder (38.), 1:3 K. Müller (69.) 1:4 Kühnel (73./ET).

Rodewisch: Weidlich – Kleber, Wolf, Marthol (86. Wutzler), Kühnel, Flink, Zeitler (74. Krohn), Remter, Stolpmann (17. Rüggeberg), Gläser, Liebelt. 

Auerbach:  Zöphel – Krug (88. Kölbel), Förster, Oeser (70. Herold), Rasuli, K. Müller, C. Müller (58. Colbantay), Röder, Leßmann, Rotthoff, Bettsack.

Schiedsrichter: Andy Bernhardt, Jörg Langner, Uwe Naumann.

Zuschauer: 180.

Gelb-Rote Karte: Röder (39./Auerbach/Foulspiel), Förster (79./Auerbach/Foulspiel), Rodewisch (63./Unsportlichkeit).

Rote Karte: Herold (86./Auerbach/Unsportlichkeit).

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  • VfB Auerbach 1906 : FC Viktoria Berlin

    02.12.2017 - Beginn: 14:30 Uhr

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