Marcel Schlosser: "Wir ziehen jetzt alle an einem Strang"

Geschrieben von Matthias Schwarzbach am 15.03.17 um 9:26 Uhr • Artikel lesen

Nach dem nicht zu erwartenden Sieg gegen Energie Cottbus und einem genialen Tor von Marcel Schlosser sprachen wir mit dem Torschützen.

 

Glückwunsch zu Sieg und Tor. Wie hast Du das Spiel insgesamt gesehen?

Danke! Zuerst einmal möchte ich sagen, dass es ein Sieg der Mannschaft war. Wir hatten uns vorgenommen, kein frühes Gegentor zu kassieren. Stefan Schmidt hat den Schuss überragend gehalten und dann sind wir gedanklich zu langsam, um das Tor zu verhindern. Ich denke, Cottbus hatte insgesamt zu wenig Respekt vor uns. Die ersten 40 Minuten waren Schwerstarbeit. Das 1:1 war wirklich keine echte Chance für uns, aber bei Cottbus fehlte die Kommunikation. Das Halbzeitergebnis hat uns in die Karten gespielt. Cottbus hat auch auf der Anzeigetafel gesehen, dass Carl Zeiss Jena führte.

 

Ein Sieg der Mannschaft. Wie siehst du die Mannschaft gegenwärtig?

Wir haben seit Dezember und dem Spiel gegen Bautzen nicht verloren. Wir treten jetzt mannschaftlich geschlossener auf. Das Team, dazu zähle ich alle Spieler, Trainer und Leute um die Mannschaft, stehen fest zusammen und ziehen an einem Strang. Wir haben uns eindeutig weiterentwickelt. Mit den Erfolgen kommt auch eine Wahnsinnsstimmung in die Mannschaft. Da wollen wir jetzt weitermachen.

 

Was bewirkten die Neuzugänge?

Da haben unsere Verantwortlichen zwei Volltreffer gelandet. Marcin Sieber ist in der Abwehr richtig laut und spielt mit Kopf, Herz und Körper. Da wird schon mal ein Spieler zusammengestaucht, wenn es nicht klappt hinten. In der Hinrunde kassierten wir viele Treffer und stehen jetzt stabiler. Philipp Müller profitiert von der jetzigen Situation. Er war schon immer zuverlässig und jetzt ist er Klasse. Marc-Philipp Zimmermann geht Wege, da kannst nur den Hut ziehen. Außerdem benötigt er weniger Chancen für Tore als bisherige Stürmer. Menschlich ist er auch ein absoluter Gewinn für uns.

 

Wie fällt Deine Bilanz bisher so aus?

Bisher bin ich für meine Begriffe etwas unter den Möglichkeiten geblieben. Aktuell stehe ich bei zwei Toren und sieben Vorlagen. Das ist ganz okay, aber nicht gut genug. Mein Körper macht jetzt auch wieder richtig mit. Daraus resultierte die eine oder andere Leistungsschwankung. Zudem habe ich mit der verbesserten Fitness wieder richtig Bock auf Fußball und auf Erfolg. Es spielen da immer viele Faktoren eine Rolle.

 

Gegenwärtig musst Du Ausbildung, Arbeit und Fußball unter einen Hut bringen?

Dieses Paket und diese Belastungen sind schon neu für mich. Im Mai habe ich Zwischenprüfungen und möchte gut bestehen. Arbeiten, lernen und spielen ist manchmal hart und geht an die Substanz. Es ist schon ein kleiner Spagat, um jedem Bereich gerecht zu werden. Zum Glück bekomme ich vom Verein und vom Unternehmen viel Unterstützung.

 

Nochmal zu Cottbus und deinem Freistoß. Was hast Du da gedacht, ein genialer Moment?

Ich weiß, dass ich manchmal Pässe der Qualität Kreisklasse spiele und Tore der Kategorie Weltklasse. Vielleicht nicht ganz so extrem. Vor dem Freistoß hatte mich ein Cottbuser verbal etwas provoziert. Wer mich kennt, der weiß: Das bringt Druck. Irgendwie habe ich spontan auf das linke obere Eck gezeigt. Für einen Moment dachte ich der Schuss geht vorbei und dreht aber in der letzten Phase nach innen. Ein Tor, ein Jubel - gegen so einen Gegner. Gegen eine absolute Profitruppe. Dafür spielen wir Fußball. Normal macht man solche Tore von dem Punkt mit rechts und der Ball dreht weg vom Torwart. Cottbus Trainer Wollitz sagte ja auch, so ein Tor geht normal nicht.

 

Und es war die Führung. Du hast sofort zur Uhr geschaut?

In dem Augenblick wusste ich, dass wir das Ding gewinnen, oder mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen. Wir haben uns nochmal gegenseitig richtig heiß gemacht. Danny Wild hat uns dann endgültig belohnt.

 

Wie sieht es gegen Luckenwalde aus? 

Das wird für uns kein leichtes Spiel. Oft haben wir uns gegen unmittelbare Konkurrenten sehr schwer getan. Es wird auch Kopfsache werden. Wir müssen unseren Lauf seit Bautzen fortführen. Vielleicht schaffen wir bis zum Saisonende noch einiges und einen akzeptablen Tabellenplatz.

 

Wir bedanken uns recht herzlich für das Gespräch. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß mit der Mannschaft, sowie weitere geniale Momente.

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  • VSG-Altglienicke : VfB Auerbach 1906

    30.07.2017 - Beginn: 14:00 Uhr

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